Strom fällt aus, das Wasser aus dem Hahn ist verunreinigt – was dann? Wer einen kleinen Wasservorrat zu Hause hat, ist für solche Situationen gut gerüstet. Das klingt aufwändiger als es ist.
# Wie viel Wasser braucht man?
Die Faustregel: 2 Liter pro Person und Tag für Trinken und Kochen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt einen Vorrat für mindestens 10 Tage – also 20 Liter pro Person.
Realistischer Richtwert für einen 2-Personen-Haushalt: 40–60 Liter. Damit ist man für die gängigen Krisenszenarien (kurzer Stromausfall, lokale Wasserverunreinigung) gut aufgestellt.
Zusätzlich zu Trinkwasser:
- Hygiene: ca. 1–2 Liter/Tag/Person
- Kochen: 1 Liter/Tag/Person
# Welche Behälter eignen sich?
# Fertige Wasserkanister
Am praktischsten sind lebensmittelechte Kanister aus HDPE-Kunststoff. Die wichtigsten Eigenschaften:
- Lebensmittelecht (achte auf das Symbol oder explizite Angabe)
- Lichtundurchlässig – Licht fördert Algenwachstum
- Stapelbar – spart Platz
- Stabiler Verschluss
Gute Optionen findest du in 5-Liter-, 10-Liter- oder 20-Liter-Varianten. Die 10-Liter-Kanister sind am handlichsten: nicht zu schwer, lassen sich gut tragen und stapeln.
# Plastikflaschen aus dem Supermarkt
Fertige Wasserflaschen (z.B. 1,5-Liter-PET-Flaschen) funktionieren auch – sie sind günstig und haben ein klares Ablaufdatum. Nachteil: viel Verpackungsmüll und höherer Preis pro Liter.
# Was du vermeiden solltest
Keine Milchflaschen oder Fruchtsaftflaschen – die Kunststoffe sind nicht für eine Langzeitlagerung von Wasser geeignet und Restgerüche beeinflussen die Qualität.
# Richtig lagern
- Kühl und dunkel: Keller, Vorratsraum oder kühle Ecke in der Wohnung
- Nicht direkt auf dem Boden: Auf einem Regal oder Paletten lagern
- Entfernt von Chemikalien: Keine Nähe zu Reinigungsmitteln, Farben oder Benzin – Dämpfe können durch Plastik diffundieren
- Ablaufdatum beachten: Abgefülltes Leitungswasser alle 6–12 Monate austauschen, Kaufwasser vor Ablauf erneuern
# Leitungswasser selbst abfüllen
Du musst kein teures Mineralwasser kaufen. Deutsches Leitungswasser ist hervorragend geeignet und günstig. Einfach saubere, desinfizierte Kanister befüllen, fest verschließen und kühl lagern.
# Was tun, wenn der Vorrat nicht reicht?
In einer längeren Situation helfen tragbare Wasserfilter, Aufbereitungstabletten und Abkochen.
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Ein guter Outdoor-Wasserfilter wie der Sawyer Squeeze macht Regenwasser, Bach- oder Teichwasser trinkbar – er filtert 99,99 % aller Bakterien und Protozoen. Als Backup sind Wasseraufbereitungstabletten (z.B. Micropur Forte) ideal: kompakt, günstig und jahrelang haltbar. Wer zusätzlich Viren und Chemikalien entfernen will, braucht einen Purifier wie den GRAYL GeoPress.
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Und im einfachsten Fall: Wasser 1 Minute sprudelnd kochen tötet Bakterien und Protozoen ab. Alle Methoden im Detail erklären wir in unserem Guide Wasser aufbereiten.
# Fazit
Ein Wasservorrat für 10–14 Tage kostet wenig, braucht nicht viel Platz und gibt einem ein gutes Gefühl. Fange mit 20–30 Litern an und baue den Vorrat langsam auf. Kombiniere den Vorrat mit einem guten Wasserfilter und Aufbereitungstabletten – dann bist du für fast alle Szenarien gut aufgestellt. Welcher Filter zu dir passt, zeigt unser Wasserfilter-Vergleich.
